Wir informieren zum Thema: erneuerbare Energien vs. Braunkohleausstieg

Wer verkohlt hier wen?           

von Rainer Bittmann

Mitte September begann die Räumung des Hambacher Forstes, ein ca. 200 ha großes Rest-Waldstück zwischen Köln und Aachen, welches zur Hälfte für den angrenzenden Tagebau Hambach zur Abholzung vorgesehen ist. Obwohl das vorgesehene Waldstück aus wirtschaftlicher Sicht nur eine untergeordnete Rolle spielt, lässt sich im schwarz-gelb regierten NRW der Sinn und Zweck eines gut funktionierenden Rechtsstaates klar demonstrieren. Der Energiekonzern RWE will den verbliebenen Teil eines uralten Walds roden, ohne auf das Ergebnis der Kohlekommission zu warten und damit Fakten als Basis für weitere Profite zu schaffen.

Erneuerbare Energien sind innerhalb der letzten 20 Jahre zu einem wichtigen Faktor für die Versorgungssicherheit der Bundesrepublik geworden und tragen außerdem erheblich zur Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen bei. Nach Schätzung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft könnte 2018 erstmals der größte Teil der elektrischen Energie aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Die Kohlekommission berät deshalb über Wege darüber, wie sich die Schließung der Reviere im Rheinland und in der Lausitz bewerkstelligen lässt, ohne große Wunden zu hinterlassen. Es geht hierbei um ökologische aber auch soziale Nachhaltigkeit, also um einen sozial verträglichen Ausstieg bei Wegfall der Arbeitsplätze im Braunkohlebergbau. „Wir informieren zum Thema: erneuerbare Energien vs. Braunkohleausstieg“ weiterlesen